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Buchtipps - Jugendbuch

Ash ist ein weißer, heterosexueller Junge aus der Mittelschicht. Er hält sich selbst für einen guten Kerl, aber nicht gerade für das Zentrum des Universums. Bis er eines Tages in eine andere Dimension katapultiert wird, in der er genau das ist – das Zentrum des Universums! Damit verfügt ausgerechnet Ash nun über die Macht, die Welt zu verändern. Doch dann geht irgendetwas schief, und Ash führt – aus Versehen – die Rassentrennung wieder ein. Natürlich will er das wieder geradebiegen, aber Vorsicht: Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen.

Josef ist 11, als er 1939 mit seiner Familie aus Deutschland vor den Nazis fliehen muss. Isabel lebt im Jahr 1994 in Kuba und macht sich mit ihrer Familie auf zum verheißungsvollen Amerika, um Hunger und politischen Unruhen zu entkommen. Und der 12-jährige Mahmoud verlässt 2015 seine zerstörte Heimatstadt in Syrien, um den Krieg endgültig hinter sich zu lassen und in Deutschland neu anzufangen.

Geheimnisvoll und düster beginnt das Leben der Hauptfigur Vida im Jahr 1704 – ihre Mutter wird bei der Geburt sterben. Dass die Mutter ihr Leben für das neue, hoffnungsvolle lassen muss, weiß sie aufgrund einer Prophezeiung, der zufolge Vida eine große Rolle im Konflikt zwischen Licht und Schatten spielen wird.

Nach einem Streit mit ihrem psychisch labilen Vater lässt dieser die zwölfjährige Liberty und ihre achtjährige Schwester Billie an einer Tankstelle in der Wüste von Arizona allein zurück. Der Tankstellenpächter ist den beiden Mädchen unheimlich und so schmuggeln sie sich in ein parkendes Auto und machen sich auf die Flucht. Während die jüngere Billie immer noch hofft, ihr Vater könne zurückkehren, hat Liberty diese Hoffnung längst aufgegeben und misstraut jedem, dem sie auf ihrem Weg begegnen.

Nein, Stefanie Höfler ist sicher nicht die erste Jugendbuchautorin, die sich des Themas Mobbing annimmt, doch es gibt gute Gründe, gerade dieses Buch hervorzuheben. Mit Sera und Niko hat die Autorin ein Paar gefunden, das so gar nicht zueinander passt und ihre (von beiden Seiten erzählte) ebenso ernste wie vergnügliche Story mag zwar pädagogisch wertvoll sein, in erster Linie aber ist sie unterhaltsam.

Ein großartiges Jugendbuch, vielschichtig, spannend und großherzig erzählt! Leicht verdaulich ist HitchcocksRoman sicher nicht, denn ihre Hauptfiguren haben es alle nicht leicht im Alaska der siebziger Jahre. Da ist Ruth, die bei ihrer Großmutter lebt und plötzlich gegen ihren Willen schwanger wird. Hank, der mit seinen beiden jüngeren Brüdern von Zuhause ausreißt. Dora, die aus einer gewalttätigen Familie zu einer Freundin flieht und Alyce, deren Traum ein Tanzstudium in Fairbanks ist und deren Vater, ein Fischer, doch auf ihre Hilfe angewiesen ist.

Bei manchen Büchern fällt es wirklich schwer, ihre Faszination zu erklären. So geht es mir bei Eleanor und Park, der ungewöhnlichen Liebesgeschichte der amerikanischen Autorin Rainbow Rowell. Auch wenn dieses Buch nicht in Verona spielt und am Ende keine Leichen auf der Bühne liegen, sind Eleanor und Park Seelenverwandte von Julia und Romeo.

Eine Art Abenteuerurlaub mit viel Naturerfahrung soll es werden für die 15jährige Charlotte, doch als sie zusammen mit sieben anderen Mädchen des Nachts in einer Barackenansammlung mitten im Wald abgesetzt wird, ist schnell klar, dass einiges gewaltig schief läuft mit dem Camp. In einer der Baracken stoßen die Mädchen auf eine Blutlache, sie werden eingeschlossen und ihre Rucksäcke verschwinden. Als die Leiterin des Camps daraufhin einen Zusammenbruch hat, beschließt die Gruppe, ihr eigenes Abenteuer zu suchen.

Die Geschichte beginnt mit einem Feuer, das Iris gelegt hat. Es ist nicht ihre erste Brandstiftung, doch dieses Feuer soll ihr letztes sein. Das verspricht sie zumindest. Ein Feuer zu Ehren ihres soeben verstorbenen Vaters, des reichen Kunsthändlers Ernest. Jenny Valentine, eine der bekanntesten englischen Jugendbuchautorinnen, lässt Iris selbst erzählen, wie es so weit kam und ihr neues Buch Durchs Feuer ist eine temporeiche Geschichte voller Spannung, die mit einem furiosen Showdown beginnt und endet.

Eigentlich meint Delly Pattison es ja nie böse und dennoch enden ihre Abenteuer meist mit Ärger, Tränen und Hausarrest. Was kann sie denn dafür, wenn ihr die Hühner des Nachbarn leidtun und dieser nicht versteht, dass sie die armen Tiere frei lässt? Oder wenn sie wieder einmal ehrlich ist und die Leute sich beleidigt fühlen? Auch dass sie immer wieder in wilde Prügeleien gerät, liegt nur daran, dass andere sie provozieren. Aber Delly weiß auch, dass sie beim